Tiernaturheilkunde

Aromatherapie für Hunde

Pawlou – Tiernaturheilkunde und Hundephysiotherapie

Aromatherapie für Hunde Hundephysiotherapie Berlin

Inhalt

Die Aromatherapie ist ein Teil der Phytotherapie und hat eine wohltuende Wirkung auf Menschen und Hunde. Sie wirkt auf natürliche Weise bei seelischen Problemen, kann aber auch bei Krankheiten und Schmerzen unterstützen. Deshalb wird sie gern in der Hundephysiotherapie eingesetzt.

Was sind ätherische Öle

Ätherische Öle werden von Pflanzen produziert. Sie nutzen sie um sich vor Schädlingen und Fressfeinden zu schützen, aber auch um Insekten, Vögel oder Fledermäuse zur Bestäubung anzulocken. Dadurch wird das Überleben der Pflanzen gesichert.

Durch verschiedene Verfahren wird das ätherische Öl aus den Pflanzen gewonnen und für die Aromatherapie eingesetzt, da ihre Wirkung auch für den Menschen und den Hund nützlich ist.

Wirkung der Aromatherapie

Bei der Aromatherapie werden körpereigene Endorphine freigesetzt und die Selbstheilungskräfte des Hundes aktiviert. Die verschiedenen Düfte wirken entspannend, stimmungsaufhellend oder auch konzentrationsfördernd. So können ätherische Öle dabei helfen Heilungsprozesse positiv zu beeinflussen.

Je nach ausgewähltem Duft, wirken ätherische Öle beruhigend oder anregend auf den Körper. Sie können die Aufmerksamkeit des Hundes, aber auch seine Konzentration positiv beeinflussen, ihm helfen sich zu entspannen und ihm so Schmerzen nehmen. Zudem können ätherische Öle krampflösend, ausgleichend, entzündungshemmend und stimmungsaufhellend wirken.

Zeckenabwehr

Gerade bei der Zeckenabwehr bietet sich die direkte Behandlung an. Hierfür eignen sich Zedernholz, Sandelholz, Rosmarin, Kiefer, Lavendel, Orange, Salbei, Rosengeranium, Patchouli, Eukalyptus und Teebaumöl.

Für die Abwehr kann man einfach etwas vom gemischten Öl ins Fell des Hundes schmieren.

Gelenke

Gelenkerkrankungen gehen oft mit einer Entzündung einher. Die Gelenke schmerzen und dem Hund fallen alltägliche Bewegungen schwerer. Hilfreich sind hier Öle, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.

Nachtkerzenöl ist reich an Gamma-Linolensäure (GLA). GLA dient als Vorstufe zur Bildung von Prostaglandin. Prostaglandin ist entzündungs- und juckreizhemmend. Daher eignet sich Nachtkerzenöl sehr gut zur Behandlung von Gelenkerkrankungen.

Auch Weihrauch wirkt vor allem entzündungshemmend, weshalb er oft bei Gelenkentzündungen, aber auch bei chronischen Darmentzündungen eingesetzt wird.

Myrrhe ist wirksam gegen chronische Entzündungen und schlecht heilende Wunden. Auch Narbengewebe und Verhärtungen können gut mit Myrrhe behandelt werden. Myrre wird gerne mit Weihrauch kombiniert.

Die Kamille ist ein Klassiker unter den Heilpflanzen. Ihre entzündungshemmende Wirkung lindert unter anderem Gelenkbeschwerden bei einer Arthrose.

Johanniskraut ist ebenfalls sehr hilfreich bei Gelenk- und Nervenschmerzen. Es wirkt entzündungshemmend, antiviral und fördert die Gewebeerneuerung.

Unruhe

Dass der Hund während einer physiotherapeutischen Behandlung unruhig ist, ist ganz normal. Der Hund kennt den Therapeuten nicht und weiß eigentlich gar nicht, was auf ihn zukommt – besonders in den ersten Sitzungen. Einige Hunde haben auch im Alltag Probleme damit, runter zu fahren. Sie stehen permanent unter Stress, sind der Meinung, dass sie die Führung zu Hause übernehmen müssen, leiden an Trennungsangst oder haben einfach Angst was zu verpassen. Angst führt immer zu Stress und Stress führt zu Krankheiten. Um den Hund etwas runter zu holen, sind folgende Öle geeignet.

Der Klassiker ist Lavendel. Er wirkt beruhigend und angstlösend. Lavendel hilft bei Schlaflosigkeit und dabei Spannungen abzubauen. Aber auch bei depressiven Verstimmungen.

Sandelholz ist ein sehr angenehmer und natürlicher Duft. Er hilft dabei, dass Anspannungen, Ängste und Nervosität vergehen.

Hunde die nicht genug schlafen, sind automatisch angespannt. Hier kann der Duft von Baldrian helfen. Baldrian beruhigt und hat eine positive Wirkung auf die Schlafqualität.

Bergamotte kann ebenfalls Spannungen nehmen. Es wirkt beruhigend und entspannend, aber auch erfrischend und belebend. Daher ist Bergamotte oft gut für ängstliche Hunde geeignet.

Auch Neroli ist bekannt für seinen Einfluss auf Seele und Geist. Gerade in Situationen in denen der Hund zu Angst und Stress neigt. Daher wird Neroli gerne bei Nervosität und Unruhe eingesetzt.

Konzentration

Gerade beim Hundefitnesstraining ist es wichtig, dass der Hund sich konzentriert und nicht zu hektisch ist, da sonst das Risiko hoch ist, dass der Hund sich vertritt und verletzt.

Um einen klaren Kopf zu bekommen und die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen, bietet sich Pfefferminz-Öl an. Pfefferminze wirkt erfrischend und belebend.

Auch Eukalyptus wirkt konzentrationsfördernd und belebend.

Rosmarin riecht frisch und wirkt ebenfalls belebend und stimulierend. Das Öl stärkt die Willenskraft und Konzentration.

Orange (eins meiner Lieblingsöle) wirkt belebend, aufbauend und gleichzeitig beruhigend. Der Duft nimmt Stress, Anspannung und Nervosität. Er wirkt erfrischend und macht einfach gute Laune.

Grapefruit wirkt stimmungsaufhellend und bringt Spaß in die ganze Sache. Der Duft sorgt für Selbstbewusstsein und Freude am Lernen.

Indirekte Anwendung bei Hunden

Bei der indirekten Anwendung nimmt der Hund das ätherische Öl über die Atemluft auf. Da dies eine sehr sanfte Methode ist, bei der sich der Hund dem Duft auch selbst entziehen kann, wenn er diesen nicht mag, ist diese Methode sehr gut geeignet.

Um die Raumluft mit einem ätherischen Öl zu füllen, bietet sich ein Diffusor an. Gerade im Winter, wo viele Räume eine trockene Heizungsluft aufweisen. Man kann aber auch eine Duftlampe, ein Duftkissen, Duftsteine oder ein Duftplüschtier nutzen.

Direkte Anwendung bei Hunden

Bei der direkten Anwendung wird das Aromaöl direkt auf den Hundekörper aufgetragen oder oral eingenommen. Viele kennen sicherlich die Erkältungskapseln für Menschen, in denen sich Eukalyptusöl befindet. Für den Hund würde ich aber von einer oralen Einnahme abraten, da es hier zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann.

Möchte man das Öl direkt auf dem Hundekörper z.B. während einer Massage auftragen, muss man unbedingt beachten, dass die Öle hoch konzentriert sind. Daher müssen sie immer mit einem Trägerstoff, wie z.B. Mandel- oder Jojobaöl verdünnt werden. Bei der Mischung muss man darauf achten, dass die Konzentration nicht mehr als 1% beträgt.

Wann nicht?

Ätherische Öle wirken auf jeden Hund und Menschen unterschiedlich. Deshalb muss man mit jedem Hund gemeinsam das passende Öl aussuchen. Generell sollten aber folgende Hunde nicht mit einer Aromatherapie behandelt werden.

– Welpen

– Trächtige Hündinnen

– Hunde mit Epilepsie

– Hunde mit Bluthochdruck

– Schwache Hunde

Bei Zitrusölen sollte man generell aufpassen, denn Zitrusöle haben eine phototoxische Wirkung. Das heißt, dass sie sich unter Sonneneinstrahlung chemisch verändern und ätzend wirken.

Heiße Öle wie Zimt, Nelke, Thymian, Zitronengras, Pfefferminze oder Oregano muss man vorsichtig verwenden. Sie werden heiße Öle genannt, weil sie sich beim Auftragen auf die Haut heiß anfühlen oder sogar ein Brennen auslösen. Das ist vor allem beim Hund nicht gewollt.

Da der Geruchssinn beim Hund deutlich ausgeprägter ist, als bei uns Menschen, achte immer darauf, dass dein Hund sich dem Geruch entziehen kann. Als Faustregel gilt: Wenn es für uns gut riecht, ist es für den Hund oft schon zu viel.

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Autorin

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Mein Name ist Manja. Ich bin Mutter von 2 wundervollen Kindern und treue Begleiterin meines Seelenhundes Balou und unser verrückten Maus Hailey. Durch Balou kam ich zur Hundephysiotherapie. In diesem Bereich habe ich diverse Aus- und Fortbildungen gemacht und mir die Aufgabe gesetzt, so vielen Hunden wie möglich zu helfen.

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