Tierernährung

Arthrose - Ernährung bei Gelenkverschleiß

Pawlou – Tiernaturheilkunde und Hundephysiotherapie

Inhalt

Neben einer gesunden Bewegung hat vor allem die Ernährung einen großen Einfluss auf die Gesundheit des Hundes. Daher ist es wichtig, die Ernährung mal genauer zu überprüfen und gegebenfalls anzupassen. Vor allem wenn der Hund bereits an Arthrose und Schmerzen in den Gelenken leidet, sollte er so gefüttert werden, dass die Nahrung möglichst viele Vitamine, Antioxidantien, Mineralien, Spurenelemente und entzündungshemmende Pflanzenstoffe enthält.

Was ist Arthrose

Bei der Arthrose kommt es, durch Fehlbelastungen und zu hohe Spannungen, zu Abnutzungen des Knorpels, im Gelenk. Im fortgeschrittenen Zustand kann es sogar zur vollständigen Knorpelzerstörung kommen. Infolge dessen reiben irgendwann die Gelenkflächen ganz ohne Puffer aufeinander, wodurch die Knochenenden ebenfalls verschleißen. Damit es möglichst nicht soweit kommt, muss neben der Bewegung auf eine gesunde Gelenknahrung geachtet werden.

Wie wird das Gelenk ernährt

Das Gelenk ist umhüllt von einer Gelenkkapsel, die mit der Gelenkflüssigkeit gefüllt ist. In dieser Flüssigkeit befinden sich Nährstoffe, die der Knorpel benötigt. Um an diese Nährstoffe zu gelangen, benötigt das Gelenk ein Wechselspiel aus Druck und Entlastung. Dabei werden bei jedem Druck die Abfallstoffe aus dem Knorpel gespült und bei der Entlastung frische Nährstoffe in den Knorpel gesaugt. Diesen Vorgang nennt man Diffusion.

Warum ist die Ernährung für die Gelenke wichtig

Eine unausgewogene und vitalstoffarme Ernährung, die den Körper dauerhaft übersäuert, spielt bei der Entstehung von Arthrose eine wichtige Rolle. Ist der Körper nicht mehr dazu in der Lage die Säuren auszuscheiden, muss er sie im Gewebe einlagern. Als Folge treten unter anderem verklebte Faszien und Gelenkentzündungen auf, die wiederum den Abbau des Gelenkknorpels begünstigen.

Um neuen Knorpel aufzubauen, benötigt das Gelenk neben der Bewegung gesunde Nährstoffe. Diese kann der Knorpel aus der Gelenkflüssigkeit aber nur aufsaugen, wenn wir sie dem Hund über das Futter zur Verfügung stellen. Damit sich also möglichst viele gesunde Nährstoffe in der Gelenkflüssigkeit befinden, muss der Hund sie über eine ausgewogene und vitalstoffreiche Nahrung aufnehmen.

Außerdem benötigt der Hund die Nährstoffe zur Bereitstellung von Energie und für seinen Stoffwechsel, aber auch für das Wachstum, die Erhaltung und Reparatur von Gewebe und Körperfunktionen.

Darmgesundheit

Die Nährstoffaufnahme findet überwiegend im Dünndarm statt. Die Struktur des Dünndarms ist so aufgebaut, dass die Darmschleimhaut in viele Falten gelegt ist. Dadurch entsteht eine enorm große Fläche für die Nährstoffaufnahme.

Damit die Aufnahme bestmöglich funktionieren kann, ist es wichtig, dass der Hund einen gesunden Verdauungstrakt hat. Hier spielt die Ernährung eine große Rolle. Um die Darmgesundheit zu unterstützen, sollte der Hund regelmäßig Prä- und Probiotika zum Fressen bekommen.

Sie helfen dabei, das Gleichgewicht zwischen den guten und schlechten Bakterien im Darm zu erhalten und unterstützen die Barrierefunktion des Darms gegen Viren, Bakterien und Pilze. Dadurch werden die natürlichen Abwehrkräfte des Hundes gestärkt.

Welches Futter ist das Richtige

Ein Futter für alle gibt es leider nicht. Daher muss für jeden Hund individuell geguckt werden, welche Nahrung für ihn die beste ist. Es gibt leider viele kaputt gezüchtete Rassen, die über die Jahre viele Allergien entwickelt haben. Bei ihnen muss man ganz besonders darauf aufpassen, dass sie die gewählte Nahrung vertragen.

Auch Hunde, die über Jahre hinweg Futter bekommen haben, das sie nicht verdauen können, leiden an chronischen Verdauungsstörungen. Bei diesen Hunden muss der Darm erst wieder aufgebaut werden, damit er seine eigentliche Arbeit wieder aufnehmen kann.

Auf jeden Fall sollte man entzündungsfordernde Stoffe wie Getreide, Milch- und Fertigprodukte meiden.

Was gehört in den Napf

In den Napf gehört auf alle Fälle ein gesundes, frisches und vitaminreiches Futter – Fleisch, Innereien, Pansen, Blättermagen, Knochen und Knorpel, Fisch und frisches Wasser.

Das “nachgebaute“ Beutetier bildet die Grundlage einer artgerechten Ernährung. Es liefert dem Hund Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Ergänzt wird der tierische Teil mit frischem Gemüse und etwas Obst. Dadurch bekommt der Hund in erster Linie Faserstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, aber auch Vitamine und Mineralien.

Faserstoffe pflegen den Darm und sind wichtig, um den Darminhalt aufzulockern. Denn gerade bei Wirbel- und Gelenkproblemen sind Verstopfungen möglichst zu vermeiden, da sie durch das lange Drücken dem Hund nur zusätzliche Schmerzen bereiten. Damit der Hund die pflanzlichen Lebensmittel verwerten kann, muss die Zellstruktur aufgeschlossen werden. Dazu wird das Gemüse in einem Mixer püriert oder leicht angedünstet.

Ab und zu ein Ei, ein gutes Omega 3-6-9 Öl und etwas Seealgenmehl runden die Portion im Napf ab.

Nahrungsergänzungsmittel

Neben einem gesunden, frischen und vitaminreichen Futter eigenen sich bei arthrotischen Gelenken verschiedene pflanzliche Lebensmittel, Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel. Es ist hilfreich verschiedene Mittel kombiniert einzusetzen, um ein möglichst breites Wirkspektrum abzudecken. Dadurch wird der gesamte Organismus unterstützt und nicht nur die Symptome gelindert.

Das ist wichtig, da bei allen entzündlichen Prozessen Abfallstoffe entstehen, die den Körper zusätzlich belasten, wenn sie nicht schnell ausgeschieden werden. Daher sollte man auch immer die Leber, Nieren und Lymphe mit unterstützen. Für die Leber eignet sich Löwenzahn, für die Nieren Brennnessel und für die Lymphe Klettenlabkraut.

Da Arthrose immer mit Bewegungseinschränkungen und Schmerzen einhergeht, sollte der Hund ein gutes Gelenkpulver* bekommen. Zudem sind schmerzlindernde und entzündungshemmende Pflanzen und Kräuter hilfreich, z.B.: Teufelskralle, Hagebutten, Weidenrinde, Mädesüß, Rosmarin, Brennnessel, Löwenzahn, Ingwer, Kurkuma, Omega-3-Fettsäuren, Weihrauch, Propolis, Johanniskraut. 

Vieles davon findet man einfach auf den Hunderunden, in der Natur. Anderes muss man kaufen. Wem das zu viel ist und wer keine Lust hat alles einzeln zu kaufen, kann auch ein gutes Kombipräparat* nutzen. 

Vitalpilze

Unterstützend wirken auch die Vitalpilze Reishi, Shiitake und Cordiceps. Der Reishi hat eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung. Er wirkt durchblutungsfördernd und verbessert die Sauerstoffversorgung. Er stärkt das Immunsystem, die Ausdauer und wirkt leistungssteigernd. Der Shiitake wirkt ebenfalls schmerzlindernd und entzündungshemmend. Zudem baut er die Darmflora auf und wirkt gegen Verstopfungen. Den Cordiceps kann man füttern, um die Nierenfunktion zu verbessern. Dadurch werden die Schadstoffe schneller aus dem Körper gespült.

Übergewicht

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, bei seinem Hund auf ein gesundes Körpergewicht zu achten. Wenn der Hund an Arthrose leidet, ist es umso wichtiger. Denn jedes Kilo, das der Hund weniger mit sich herumschleppen muss, macht Bewegungen leichter.

Hunde, die zu viel wiegen, bewegen sich meist weniger. Einfach weil es anstrengender ist. Zusätzlich verändert Übergewicht die natürliche Gelenkstellung und führt unweigerlich zu Fehlhaltungen. Dies führt zu Schmerzen und zu Schonhaltungen. Aufgrund der Schmerzen will der Hund sich nun noch weniger bewegen. Dabei ist gerade Bewegung mit ausgewählten Sportübungen das, was der Hund bei Arthrose so dringend benötigt.

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Mein Name ist Manja. Ich bin Mutter von 2 wundervollen Kindern und treue Begleiterin meines Seelenhundes Balou und unser verrückten Maus Hailey. Durch Balou kam ich zur Hundephysiotherapie. In diesem Bereich habe ich diverse Aus- und Fortbildungen gemacht und mir die Aufgabe gesetzt, so vielen Hunden wie möglich zu helfen.

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