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Grannen und ihre Gefahren

Pawlou – Tiernaturheilkunde und Hundephysiotherapie

Grannen und ihre Gefahren für Hunde

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Aktuell ist es so, dass viele Hundebesitzer überlegen, wo sie mit ihrem Hund noch spazieren können. Im Wald sind Zecken und ihre Gefahren, an den Seen Badegäste, die sich oft gestört fühlen, im Park das Ordnungsamt, in der Stadt und auf dem Feld Grannen. Um genau die geht es heute.

Was sind Grannen

Grannen sind die fiesen Teile, die sich an den Ähren verschiedener Getreidearten befinden und das Korn umschließen. Sie besitzen kleine Widerhaken, die sich im Hundefell, aber auch an unserer Kleidung festheften.

Was ist an Grannen so gefährlich?

Grannen selber sind überhaupt nicht gefährlich. Sie stechen oder brennen nicht und man kann sie problemlos anfassen – wenn man nicht mit dem Hund unterwegs ist. Für Hunde werden sie nämlich schnell zum Problem.

Wenn der Hund die Grannen mit dem Körper streift, halten diese sich mithilfe der kleinen Widerhaken im Hundefell fest. Durch die Bewegung des Hundes wandern die Grannen immer näher an den Körper. Bei Kurzhaarhunden ist der Weg nicht weit, aber auch bei Langhaarhunden geht das meist schneller als man denkt.

Auf der Haut angekommen, pieksen sie den Hund, wodurch die Hautstelle aufscheuert. Bei Nichtentfernen entzünden sich die Stellen. Oft sind hier die Zwischenräume der Pfoten, die Achseln und die Leisten betroffen.

Grannen können auch direkt in Körperöffnungen gelangen. Unsere Hailey ist mal voller Freude nach dem Planschen im Wasser auf eine kleine Wiese gesprungen, um sich dort die Nase trocken zu reiben. Dabei hat sich eine Granne in die Nase gedrückt. So tief, dass wir sie mit dem Bloßen Auge nicht mehr sehen konnten. Beim Tierarzt wurde sie dann unter Narkose entfernt.

Aber auch andere Körperöffnungen wie die Ohren und Augen sind gefährdet. Grannen im Ohr dringen sehr schnell in den Gehörgang und sind ebenfalls nicht mehr sichtbar. Im Auge stecken sie oft unter der Nickhaut.

Viele Hunde treten sich Grannen auch in die Pfoten ein. Dort bohren sie sich regelrecht durch die Haut und verursachen fiese Entzündungen und Abszesse. Entfernt man die Grannen nicht, können sie auch im Gewebe wandern. Sowohl durch Körperöffnungen, als auch durch die Haut.

Symptome

In unserem Fall hatten wir Glück, dass wir gesehen haben, wie Hailey mit ihrer Nase über die Wiese gerutscht ist. Nachdem sie anfing zu niesen, war eigentlich alles klar. Auf dem Weg zum Auto, ca. 10 Minuten, nieste sie bestimmt 15 Mal. Also sind wir direkt zum Tierarzt.

Manchmal sieht man es aber nicht und für den Fall sollte man die Symptome kennen.

Vorbeugung

Um schlimme Verletzungen durch Grannen zu vermeiden, sollte man logischerweise Felder mit Grannen meiden. Da aber mittlerweile gefühlt überall Weizen wächst, ist das leichter gesagt als getan. Deshalb empfiehlt es sich überall wo es geht Fließdecken hinzulegen. Im Kofferraum, auf der Rückbank, in der Hundebox, im Hundebett – überall da, wo der Hund öfter liegt. Dadurch bleiben schon einige Grannen an den Decken hängen.

Zusätzlich sollte der Hund nach jedem Spaziergang gründlich nach Grannen abgesucht werden. Oft hängen sie in der Brust, im Hals, in den Achseln, in der Leiste und zwischen den Zehen.

Behandlung

Falls doch mal eine Granne übersehen wird, sich in den Körper bohrt oder in eine Körperöffnung gelangt, ist der Weg zum Tierarzt der Beste. Er kann mit seinen Geräten tief in den Gehörgang oder auch in die Nase gucken, die Granne entfernen und die Wunde versorgen.

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Mein Name ist Manja. Ich bin Mutter von 2 wundervollen Kindern und treue Begleiterin meines Seelenhundes Balou und unser verrückten Maus Hailey. Durch Balou kam ich zur Hundephysiotherapie. In diesem Bereich habe ich diverse Aus- und Fortbildungen gemacht und mir die Aufgabe gesetzt, so vielen Hunden wie möglich zu helfen.

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