Tiernaturheilkunde

Hagebutten - die roten Schätze der Natur

Pawlou – Tiernaturheilkunde und Hundephysiotherapie

Inhalt

Viele kennen die roten Früchte aus der Kindheit und haben eher weniger positive Erinnerungen daran. Denn die kleinen Samen (Nüsschen) auf der Haut, zählen bei vielen Kindern zum beliebten “Juckpulverstreich“. Heute geht es aber nicht um das “Juckpulver“, sondern um die positiven Eigenschaften von Hagebutten. Denn die roten Schätze der Natur, welche nach dem Sommer an so vielen Sträuchern wachsen, haben es so richtig drauf.

Wirkung von Hagebutten

Hagebutten wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend und antioxidativ.

Gelenkerkrankungen

Aufgrund des hohen Anteils an Galaktolipiden in den Hagebutten, haben die kleinen Früchte einen positiven Effekt bei verschiedenen Gelenkerkrankungen, wie Arthrose, Arthritis, Hüft- oder Ellenbogendysplasie. Galaktolipide fördern die Beweglichkeit der Gelenke und reduzieren die Schmerzempfindlichkeit, indem sie dabei helfen den Eintritt von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) in den entzündeten Bereich zu verhindern. Dies führt zu einer Abschwellung des Entzündungsherdes. Dadurch kann der Hund seine Gelenke besser bewegen, was wiederum dazu führt, dass die Versorgung und die Regeneration des Knorpels unterstützt wird. 

Um Muskeln, Sehnen, Knochen und Knorpel zu stärken, können Hagebutten auch vorsorglich gefüttert werden. Sie helfen dem Hund, einem Gelenkverschleiß entgegen zu wirken. Gerade zur kalten Jahreszeit bietet sich eine Hagebuttenkur an, da das nasskalte Wetter gerade den Hunden mit Gelenkproblemen zu schaffen macht.

Erkältungen

Hagebutten haben ein hohen Vitamin C Gehalt, welcher den Körper vor freien Radikalen schützt. Gerade im Winter kommt es immer wieder vor, dass Hunde sich erkälten. Auch hier bieten Hagebutten eine tolle Unterstützung. Sie gelten als immunabwehrstärkendes Naturheilmittel, welches vor allem in der Grippezeit vorbeugend gefüttert werden kann.

Vitamin C ist nicht hitzeresistent und wird bereits bei Temperaturen ab etwa 40°C zerstört. Daran muss man denken, wenn man Hagebutten im Ofen oder Dörrautomaten trocknen möchte oder einen Tee aus ihnen herstellt. In diesem Fall sollte man das Wasser erst etwas abkühlen lassen, bevor man die Hagebuttenschalen zum Ziehen hineingibt. Das gleiche gilt übrigens auch für Zitronensaft, den viele Menschen gern heiß im Winter trinken.

Verdauung

Aufgrund ihres Pektin Gehalts wirken sich Hagebutten positiv auf die Verdauung aus und bieten Linderung bei Magen- und Darmerkrankungen. So helfen sie bei Durchfall und Verstopfung.

Pektin gehört zu den Polysacchariden, also den Vielfachzuckern und landet unverdaut als Ballaststoff im Dickdarm. Dort dient es vielen nützlichen Darmbakterien als Nahrung (Präbiotika). Pektin befindet sich übrigens auch reichlich in Äpfeln und Bananen. Zusammen mit der Aufnahme von Probiotika, z.B. in Joghurt und Sauerkraut enthalten, sorgen sie für ein gesundes Mikrobiom im Darm.

Blasenentzündung

Das enthaltende Pektin wirkt auch harntreibend und verbessert die quälenden Schmerzen von Blasen- und Nierenerkrankungen. Daher können Hagebutten auch bei Harnwegsinfektionen und Gallensteinen eine tolle Unterstützung sein.

Bereitet man seinem Hund hier einen schönen Tee zu, bekommt er gleich wieder etwas mehr Flüssigkeit, was Nieren und Blase spült.

Haut und Fell

Hagebutten enthalten jede Menge Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, welche unter anderem für eine gesunde Haut und glänzendes Fell sorgen. Gerade zum Fellwechsel oder bei Hautreizungen wirken sie unterstützend. Zudem wirkt sich Omega-3 positiv auf das Gehirn, die Gelenke, Muskeln, den Darm und die Nieren aus.

Zubereitung

Hagebutten kann man auf verschiedene Arten in die Ernährung des Hundes integrieren. Als Tee, Pulver, Trockenfrüchte oder Smoothie.

Vorbereitung

Wer Geld sparen möchte, kann sich die Hagebutten einfach auf dem nächsten Spaziergang selber sammeln. Der beste Zeitpunkt für die Ernte von herbstsüßen Früchten ist zwischen September und November. Zu diesem Zeitpunkt sind die Hagebutten noch schön fest, aber bereits tiefrot. Wenn die Nächte draußen kühler werden, steigt der Zuckergehalt in den Hagebutten. Dadurch werden sie etwas süßer im Geschmack.

Zu Hause werden die Früchte in der Mitte halbiert und zum Trocknen einfach auf etwas Küchenpapier ausgelegt. Dort lässt man sie einfach ein paar Tage liegen. Alternativ kann man sie auch im Dörrapparat oder Ofen trocknen. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass dieser nicht wärmer als 40°C eingestellt wird.

Möchte man aus den Hagebutten Pulver herstellen, kann man die trockenen Hälften einfach in einer elektrischen Kaffeemühle oder mit einem Mörser pulverisieren. Dazu kann man die kompletten Früchte, samt Nüsschen verwenden. In ihnen stecken besonders viele Inhaltsstoffe. Manchmal schafft die Mühle die kleinen Samen nicht ganz so fein zu mahlen. Das stört aber den Hund nicht. Alternativ gibt es auch fertiges Hagebuttenpulver zu kaufen.

Für einen leckeren Tee kann man, wie auch für das Pulver, die kompletten Früchte nutzen. Die Vorgehensweise ist dabei dieselbe, nur in anderer Reihenfolge. Sammeln, zerkleinern, trocknen. Zum Zerkleinern kann man hier einen Mixer nutzen. Danach legt man die Masse entweder auf Küchenpapier zum Trocknen, oder man nutzt auch hier ein Dörrgerät.

Nach dem Trocknen wird der Tee am besten in einem luftdichten Glasgefäß aufbewahrt. Zum Aufbrühen (ca. 3 Esslöffel für einen Liter Tee) eignen sich Teefilterbeutel. Sie sorgen dafür, dass die kleinen Härchen im Beutel bleiben und nicht in den Tee gelangen.

Wer, aus welchem Grund auch immer, die Samen nicht mit verwenden möchte, kann diese auch vor dem Trocken entfernen.

Viele Hunde mögen kleine Leckerchen zwischendurch. Hierfür eignen sich ebenfalls Hagebutten. Diesmal müssen jedoch die Samen und kleinen Härchen entfernt werden, da diese sonst unangenehm im Maul und Hals sein können. Dafür halbiert man einfach die Hagebutten und schält die Samen mit den Härchen heraus. Um auch die letzten Härchen zu erwischen, kann man die Hälften in eine Schüssel mit warmem Wasser legen und die Mischung ein paar Mal gut durchrühren. Die letzten Härchen treiben dann an die Wasseroberfläche und können dort abgeschöpft werden.

Zusammen mit anderen getrockneten Beeren, etwas Dörrfleisch oder ein paar Kokoschips hat man eine tolle leckere Mischung für das nächste Training.

Wer einen Hochleistungsmixer hat, kann einfach die kompletten Früchte mit in den Obst- und Gemüsemix tun und die Mischung zu einem leckeren Smoothie verarbeiten. Für sauffaule Hunde kann man etwas mehr Wasser zugeben.

Aufbewahrung

Um Hagebutten einen optimalen Schutz vor einem Vitaminverlust zu geben, sollte man sie optimal lagern. Vitamin C ist als Antioxidans besonders empfindlich gegenüber Licht und Hitze und wird durch Sauerstoff zerstört. Daher sollten Hagebutten möglichst luftdicht, dunkel und trocken aufbewahrt werden. Verschlossen in einem Einwegglas im Schrank kann man nichts falsch machen. Im Kühlschrank sollte man sie nicht aufbewahren, da dort aufgrund der Feuchtigkeit das Risiko besteht, dass die Hagebutten anfangen zu schimmeln.

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Autorin

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Mein Name ist Manja. Ich bin Mutter von 2 wundervollen Kindern und treue Begleiterin meines Seelenhundes Balou und unser verrückten Maus Hailey. Durch Balou kam ich zur Hundephysiotherapie. In diesem Bereich habe ich diverse Aus- und Fortbildungen gemacht und mir die Aufgabe gesetzt, so vielen Hunden wie möglich zu helfen.

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