Tiernaturheilkunde

Mykotherapie - Vitalpilze für Hunde

Pawlou – Tiernaturheilkunde und Hundephysiotherapie

Inhalt

Obwohl sich die Schulmedizin immer weiterentwickelt und wir noch nie einen so hohen Lebensstandard wie heute hatten, erleben wir eine rasante Zunahme an schweren chronischen Krankheiten bei den Menschen und Tieren. Noch nie litten so viele Menschen und Tiere an Allergien, Unverträglichkeiten oder an Krebs.

Es wird Zeit, dass mehr Menschen für sich selbst und zur Liebe ihrer Tiere zurück zur Natur finden und sich mit den natürlichen Heilmethoden beschäftigen. Die Mykotherapie ist nur ein Teil davon. Bei der Naturheilkunde geht es darum, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Sie ist in der Regel frei von Nebenwirkungen und fördert die Gesundheit nachhaltig, statt nur die Symptome zu bekämpfen.

Vitalpilze, Heilpilze, medizinisch wirksame Pilze

Bei der Mykotherapie (Pilzheilkunde) geht es um die heilenden Eigenschaften der Vitalpilze. Dabei werden medizinisch wirksame Pilze, auch Vitalpilze oder Heilpilze genannt, für medizinische, therapeutische und gesundheitsfördernde Zwecke eingesetzt. Zu den Pilzen gehören zahlreiche Baumpilze, aber auch gängige Speisepilze, wie der Austernseitling (Pleurotus Ostreatus) oder der Champignon (Agaricus Bisporus).

Pulver und Extrakt – Unterschiede bei Vitalpilzen

Pilzpulver

Beim Pilzpulver handelt es sich um den gesamten Pilz (Pilzkörper). Dieser wird getrocknet und anschließend zu feinem Pulver vermahlen. Je feiner das Pulver ist, desto besser ist die Bioverfügbarkeit. Umso höher diese ist, desto mehr kann der Organismus von dem Stoff verwerten. Der Vorteil ist, dass durch eine schonende Trocknung unter 50° C alle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe im Pulver erhalten bleiben. Der Nachteil ist jedoch, dass die Zellwände von Pilzen aus Chitin bestehen. Sowohl der menschliche, als auch der tierische Organismus kann Chitin nicht verwerten. Daher kann er einige wichtige Wirkstoffe des Pilzes nicht ausreichend aufschließen.

Pilzextrakt

Beim Extraktionsverfahren werden die einzelnen Wirkstoffe voneinander getrennt und aufbereitet. Ähnlich wie beim Kochen von Kaffee in einer Filtermaschine. Die wasserlöslichen Bestandteile des Pilzes bleiben als ein Extrakt übrig, welcher dann sprühgetrocknet und pulverisiert wird. Dadurch hat der Extrakt einen höheren Polysaccharid Gehalt und damit eine höhere Konzentration einzelner Wirkstoffe. Der Vorteil ist, dass durch das Kochen die einzelnen Bestandteile aus der Zellmatrix herausgelöst werden und somit für den menschlichen und tierischen Organismus verfügbar sind. Der Nachteil ist jedoch, dass Extrakte in der Regel nicht aus dem ganzen Pilz hergestellt werden, sondern lediglich aus dem Mycel (Wurzelgeflecht). Dem Mycel fehlen jedoch die Inhaltsstoffe aus dem Fruchtkörper und den Lamellen des Pilzes.

Unterschied der Anteile an Polysacchariden im Endprodukt

Pilzpulver: 3%

Pilzextrakt: 20 – 30% (hier ist der Polysaccharid Gehalt um ein Vielfaches höher)

Achtung!

Wenn Hersteller einen hohen Polysaccharid Gehalt über 30% angeben, ist das immer ein Hinweis darauf, dass die Extrakte mit Stärke gestreckt sind.

Die wichtigsten Vitalpilze und ihre Einsatzmöglichkeiten

wirkt verdauungsfördernd, entgiftend, entzündungshemmend, leber- und nierenschützend, belebend, fördert den Stoffwechsel – Einsatz bei Entzündungen, Leber- und Nierenproblemen, Übergewicht, Müdigkeit, Energiemangel

„Immunpilz“ – wirkt appetitanregend, antibakteriell, blutbildend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, kraftspendend, entgiftend – Einsatz bei Allergie, Entsäuerung, Autoimmunerkrankungen, neurologischen Erkrankungen, Hauterkrankungen, Borreliose

„Blutverdünnungspilz“ und „Schleimhautheiler“ – wirkt blutgerinnungshemmend, schleimhautaufbauend, entzündungshemmend, vitalisierend – Einsatz bei Atemwegsentzündungen, Magen- Darmentzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen

„Magen-, Darm- und Lungenheiler“ – wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, leberschützend, durchblutungsfördernd, entblähend – Einsatz bei Hauterkrankungen, Magen-Darmentzündungen, Darmflora Aufbau, Leaky-Gut-Syndrom, Lungenerkrankungen, grippalen Infekten

„Diabetikerpilz“ – wirkt verdauungsfördernd, blutzuckersenkend, stärkt das Immunsystem – Einsatz bei Diabetes, Übergewicht, Blasenentzündungen, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

„Nieren- und Lungenheiler“ und „Sportlerpilz“ – wirkt muntermachend, energiespendend, leistungssteigernd, stärkt die Ausdauer, regenerierend, entzündungshemmend, – Einsatz bei Blasen- und Nierenerkrankungen, Arthrose, Rheuma, Stress, Atemwegserkrankungen, Altersschwäche, Autoimmunerkrankungen, Erschöpfung, Gliederschmerzen

„Virenpilz“ und „Pilz gegen Verschleimung“ – wirkt antiviral, schleimlösend, bei chronischer Müdigkeit, regenerierend, entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem – Einsatz bei Lungenkrankheiten, Grippe, Blasen- und Nierenerkrankungen, Borreliose, Müdigkeit

„Nervenheiler“, „Magen- und Darmheiler“ und „Schmerzpilz“ – wirkt schleimhautschützend, schmerzlindernd, magensaftregulierend, regenerierend, entblähend – Einsatz bei Nervenleiden, Magen- und Darmerkrankungen, Leaky-Gut-Syndrom, Sodbrennen, Unruhe, Schmerzen, Bandscheibenproblemen, Antriebslosigkeit

„Immunpilz“ – wirkt entzündungshemmend, antiviral, antibakteriell, wundheilend, leberschützend, stärkt die Ausdauer, stärkt das Bindegewebe – Einsatz bei Allergie, Darmentzündung, chronischem Durchfall, Übelkeit, Übersäuerung, Entzündungen, Knochenbrüchen, Arthrose, Lebererkrankungen, Muskelaufbau, Übergewicht

„Cholesterinsenker“ – wirkt cholesterinsenkend, schleimlösend, stärkt das Bindegewebe und die Bänder, fördert das Wachstum von Laktobazillen, Bifidobakterien und Enterokokken – Einsatz bei Rückenschmerzen, Muskelverspannung, Knochenbrüchen, Schwäche, Darmaufbau, Hauterkrankungen, Infektanfälligkeit, Gelenk- und Gliederschmerzen

„Lymphpilz“ – wirkt appetitanregend, abschwellend, entschlackend, entwässernd (Lymphe), muskelentspannend, nierenstärkend, blutdrucksenkend, aktiviert das Immunsystem – Einsatz bei Gelenkschwellungen, Gelenksteifheit, Lymphstau, Blasen- und Nierenentzündung, Ödemen durch Herz- oder Nierenschwäche

„Nieren-, Milz und Herzpilz“ – wirkt entzündungshemmend, harntreibend, nierenstärkend, reguliert den Wasserhaushalt, herzstärkend, tonisierend, blutzuckersenkend, beruhigend – Einsatz bei Blasen- und Nierenerkrankungen, Milzschwäche, Unruhe, Angst

„Pilz der Unsterblichkeit“ – wirkt schleimlösend, antiviral, appetitanregend, entzündungshemmend, antibakteriell, stärkt die Ausdauer, stärkt das Immunsystem, leberschützend, leistungssteigernd, verjüngend – Einsatz bei Arthritis, Arthrose, Magen- und Darmentzündung, Atemwegserkrankungen, Epilepsie, Allergien, Bindehautentzündung (allergiebedingt), Nervenleiden, Altersschwäche, Autoimmunerkrankungen, Erschöpfung, Nervosität, Muskelschwäche, -schmerzen, -verspannung, Stress

„Erkältungspilz“ – wirkt immunsystemstärkend, schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, antiviral, entgiftend, verdauungsfördernd, stärkt die Ausdauer, Bänder und das Bindegewebe, leberschützend, magensäureaufbauend – Einsatz bei Arthritis, Bandverletzungen, Bandscheibenproblemen, Darmflora Aufbau, Verstopfung, Erkältung, grippalem Infekt, Hautausschlägen, Entsäuerung, Muskelverspannung und -schmerzen, Lebererkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenk- und Gliederschmerzen,

Diese Auflistung ist noch lange nicht vollständig.

Dosier- und Fütterungsempfehlung

Die Menge an Pulver/Extrakt sollte beim Hund immer eingeschlichen werden.

bis 10kg nicht mehr als 800mg Pulver oder 300mg Extrakt
10 – 20kg nicht mehr als 1700mg Pulver oder 600mg Extrakt
20 – 40kg nicht mehr als 2500mg Pulver oder 800mg Extrakt
ab 40kg nicht mehr als 3300mg Pulver oder 1200mg Extrakt

Um die Wirkung der Vitalpilze zu verstärken, sollten sie immer mit einer Vitamin C Quelle zusammen gefüttert werden. Dafür eignen sich hervorragend Hagebutten, Camu Camu oder auch Acerola.

Damit der Hund die gewünschten Vitalpilze frisst, kann man sie einfach im Futter unterrühren. Das überdeckt zum einen den Geruch und Geschmack, zum anderen sind die Vitalpilze auf diese Art besser verträglich. Etwas Pansen oder Leberwurst im Napf macht die Pilze gleich schmackhafter. Auf leeren Magen sollten sie nicht angeboten werden.

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Autorin

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Mein Name ist Manja. Ich bin Mutter von 2 wundervollen Kindern und treue Begleiterin meines Seelenhundes Balou und unser verrückten Maus Hailey. Durch Balou kam ich zur Hundephysiotherapie. In diesem Bereich habe ich diverse Aus- und Fortbildungen gemacht und mir die Aufgabe gesetzt, so vielen Hunden wie möglich zu helfen.

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